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Auf dem Weg in die „Simonisierung“ oder: am Beginn des langen Weges nach Antalkya (und viel weiter…)

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12. Oktober 2015, kurz vor Mitternacht. Ich sitze am Stuttgarter Flughafen und warte auf das Boarding für den Flug nach Antalya, Türkei (es war das mit Abstand günstigste Flugticket, das ich jemals gekauft habe, 23 Euro und 87 Cent!). Simon Jacob (seinen Namen muss ich nicht verkürzeln, dafür ist er zu bekannt) schickt mir eine Nachricht: „Eduard, wann und wo kommst Du genau an?“ - „3.30 heute Nacht, Antalya, wie besprochen“ - „Ok, ich sehe zu, dass wir Dich vielleicht am Flughafen abholen. Bis dann“. Einige Minuten später eine neue Nachricht: „Eduard, WO kommst Du an???“ - „In Antalya, wie seit Wochen besprochen“ - „Ok, dann gibt es ein kleines Problem“ - „in wiefern?“ - Du, wir sind in Hatay, Antakya. Habe ich Dir das nicht gesagt?“ - „Nein, wir haben immer über Antalya gesprochen“ - „Nun, dann hatten wir ein Missverständnis. Es gibt Antalya und Antakya, das kann man schon verwechseln“ - „aha“. Einschub. Ich gebe zu: Antalya kannte ich, dort in der Region hatte ich einige Jahre zuvor...

Wie wird man inmitten einer Brandruine zum Online-Aktivisten bei CitizenGO?

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Ja, DAS ist eine ziemlich verrückt klingende Geschichte, die sich aber wirklich zugetragen hat - und ohne diese Begebenheit wäre ich auch ganz sicher heute vor 5 Jahren, am späten Abend des 12. Oktober 2015, nicht von einem Hotel im Zentrum von Stuttgart zum Stuttgarter Flughafen aufgebrochen, um in die Türkei zu fliegen und zum „Peacemaker“ zu werden... Ein gutes weiteres Jahr vorher, also Anfang Oktober 2014, war ich damit beschäftigt, einer eng befreundeten Familie zu helfen, deren Bauernhof einige Wochen vorher in einem flammenden Inferno zu einem riesigen rauchenden Trümmerhaufen niedergebrannt war. Die Familie, Vater und Sohn, waren in einem benachbarten leerstehenden Haus untergekommen, ich wohnte in meinem hinter dem Hof abgestellten VW-T3-Campingbus, es gab über Wochen weder Festnetz-Telefon, noch Internetzugang, da auch das Wohnhaus schwer von dem Brand betroffen war. An dem Tag, an dem die Telekom endlich einen Telefon- und Internetanschluss zu der Zuflucht meiner Freunde ak...

Der Hl. Charbel und die Krebsbestrahlung - das Zeugnis einer lieben Freundin

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 Man verzeihe mir, dass ich nicht dort fortfahre, wo ich im letzten Beitrag aufgehört habe - zumal das, was ich jetzt berichten werde, durchaus mit dem letzten Beitrag im Zusammenhang steht (wer beide liest, wird es wohl erkennen).  Eine liebe Freundin aus dem Münsterland, mit der ich zu ziemlich derselben Zeit wie zu K.M.A. über Facebook in Kontakt gekommen bin, wird derzeit wegen eines Tumors im Kopf behandelt. Über ein Erlebnis, das sie während der Strahlentherapie hatte, hat sie vor wenigen Tagen ihren Freunden mit einer Videobotschaft berichtet. Sie schildert in diesem Zeugnis zuerst die großen Probleme, die durch die erste Bestrahlung hervorgerufen wurden, und über ihre Befürchtungen bezüglich des zweiten Bestrahlungstermins. Doch dann - so fährt sie freudig fort - sei ihr eingefallen, dass ich ihr vor Jahren anlässlich eines persönlichen Treffens gesegnetes Öl vom Grab des Hl. Charbel aus dem Libanon gegeben hatte, zusammen mit einem Bildchen des Heiligen, in das ein St...

Oh, doch: Facebook kann das Leben durchaus positiv verändern!

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Wenn ich darüber nachdenke, wie es gottgeführt dazu gekommen ist, dass ich vor fünf Jahren, am 13. Oktober 2015, nach Antal(k)ya (Antalkya? Nein, kein Schreibfehler, doch dazu später) gekommen bin und das Abenteuer MENA seinen Anfang nahm, dann hängt dies natürlich mit verschiedenen Menschen zusammen. Darunter Menschen, die mich zu dem Zeitpunkt, an dem sie wichtige "Weichenstellungen" bewirkt haben, noch gar nicht kannten, ja nichts von meiner Existenz wussten. Und dazu komme ich dann unweigerlich zu der Feststellung: Ok - aber ohne Facebook hätten sich nicht einmal die Kontakte zu jenen Menschen, die mich kannten, und wesentlichen Einfluss auf "Weichenstellungen" hatten, ergeben! Natürlich, ich weiß: heutzutage gibt es eine riesige Zahl von Menschen, die an keinen Gott glauben, die sich schlicht nicht vorstellen können, dass Gott überhaupt gibt, geschweige denn den lebendigen Gott, der ganz konkret, durch das, was Christen als "Göttliche Vorsehung" kenne...

Alles hat seine Zeit

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Die Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 2015 war eine Nacht des Aufbruchs ins Unbekannte. Jetzt, fünf Jahre später, ist wohl die Zeit gekommen, innezuhalten, zurückzuschauen, in erster Linie Gott, aber dann auch verschiedenen Menschen Dank zu sagen, und mit "Gottgeleitet = gut geleitet" einen Blog zu beginnen, auf dem nicht nur Erinnerungen an diese fünf Jahre, sowie Berichte über Zukünftiges niedergeschrieben werden wird.  Denn alles hat seine Zeit - und mir scheint, dass jetzt die Zeit des Berichtens anbricht... Mar Georgis Kirche in Alqosh, Irak, vor einem Sonnenuntergang im April 2020