Der Hl. Charbel und die Krebsbestrahlung - das Zeugnis einer lieben Freundin

 Man verzeihe mir, dass ich nicht dort fortfahre, wo ich im letzten Beitrag aufgehört habe - zumal das, was ich jetzt berichten werde, durchaus mit dem letzten Beitrag im Zusammenhang steht (wer beide liest, wird es wohl erkennen). 

Eine liebe Freundin aus dem Münsterland, mit der ich zu ziemlich derselben Zeit wie zu K.M.A. über Facebook in Kontakt gekommen bin, wird derzeit wegen eines Tumors im Kopf behandelt. Über ein Erlebnis, das sie während der Strahlentherapie hatte, hat sie vor wenigen Tagen ihren Freunden mit einer Videobotschaft berichtet.

Sie schildert in diesem Zeugnis zuerst die großen Probleme, die durch die erste Bestrahlung hervorgerufen wurden, und über ihre Befürchtungen bezüglich des zweiten Bestrahlungstermins. Doch dann - so fährt sie freudig fort - sei ihr eingefallen, dass ich ihr vor Jahren anlässlich eines persönlichen Treffens gesegnetes Öl vom Grab des Hl. Charbel aus dem Libanon gegeben hatte, zusammen mit einem Bildchen des Heiligen, in das ein Stück von an seinem Sarg berührten Stoffes eingeschlossen ist.

Das gesegnete Öl und das Bildchen hatte ich 2011 aus dem Libanon mitgebracht - an dieser Stelle muss ich meine Dankbarkeit gegenüber R.N., dem Betreiber eines von vielen Zeitgenossen umstrittenen katholischen Nachrichtenportals, meinen Dank dafür aussprechen, dass er damals diese Leserreise in den Libanon organisiert hat (wie ich dazu kam, dort mitzufahren, ist eine weitere Episode, über die zu berichten ist...). 

Jedenfalls wäre ich ohne R.N. wohl weder 2011, noch später, in den Libanon gekommen... hätte kein Öl und keine Heiligenbildchen des Hl. Charbel mitbringen können... hätte Jahre später weder Öl noch Bildchen meiner lieben Bekannten geben können... und diese hätte dann jetzt, 2020, in der Zeit persönlicher Not, diese nicht zur Hand gehabt...

Statue des Hl. Charbel im Garten der Einsiedelei in Annaya, Libanon

Was ich damit ausdrücken will ist, dass Gottes Vorsehung, Gottes ordnende und leitende Hand, oft sehr langfristig arbeitet und wirkt, und ihr Wirken oft nur aus der Rückscheu erkennbar wird - und das auch nur, wenn man denn bereit ist, dieses auch wahrzunehmen.

Jedenfalls schildert meine liebe bekannte in ihrem Zeugnis dann, dass sie sich eben auf einmal an das gesegnete Öl vom Hl. Charbel erinnert hat, und sich den Kopf damit eingerieben hat, worauf sie sofort eine Erleichterung verspürte - und dass sie dann den Einfall hatte, dieses Bildchen einzustecken und mit zur Strahlenbehandlung zu nehmen. Dazu habe sie noch den Hl. Charbel um Fürsprache angerufen - und habe erlebt, dass die gesamte Bestrahlung ganz anders verlaufen ist, völlig ohne Probleme und Nebenwirkungen...

Ich weiß, meine Schilderung kann das per Video gegebene Zeugnis nur sehr ansatzweise ersetzen und nur eine kleine Vorstellung von diesem Erlebnis geben - dennoch ist es mir wichtig, es hier wiederzugeben. 

Auch, weil es mir persönlich sehr viel bedeutet, und vielleicht dem ein oder anderen Leser weiterhelfen oder in schwierigen Situationen Mut machen kann.

Kommentare

  1. Danke lieber Eduard! Irgendwann werde auch ich meine Erlebnisse mit Gott veröffentlichen. Durch viel Leid bin ich gegangen und jetzt ist der Krebs zurück, aber ich weiß, dass Gott es nur zulässt, weil ich es mit ihm tragen kann - Sei reich gesegnet! -

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    1. Ich habe für das großartige Zeugnis zu danken. In der Folge habe ich heute morgen ein weiteres, ähnliches bewegendes Zeugnis erhalten...

      Gottes reichen Segen!

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